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EssCalc
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von Marcus Schwarz ·

Ein zweites Schloss fürs Konto — und Schlagworte, die ordnen

Letztes Mal ging es um Barrierefreiheit: EssCalc lässt sich seither auch ohne Maus bedienen, mit müden Augen lesen und vorlesen. Das läuft. Diese Runde hat zwei Ziele. Erstens: Ich sichere euer Konto besser ab. Zweitens: Ihr findet schneller, was ihr sucht. Falls ihr neu hier seid — EssCalc verfolgt eure Ernährung, eure Lebensmittel und eure Rezepte. Sparsam mit Daten, ohne Werbung.


Ein zweiter Schritt beim Anmelden

Bisher schützte nur das Passwort euer Konto. Verliert ihr es, oder taucht es in einem Daten-Leak auf, steht die Tür offen. Für ein Konto mit euren Ernährungsdaten ist das zu wenig.

Vom nächsten Release an sichert ihr euer Konto mit einem zweiten Faktor. So richtet ihr ihn ein: Ihr scannt einen QR-Code mit einer App wie Google Authenticator oder Authy. Ihr tippt einmal den sechsstelligen Code ein, den die App zeigt. Fertig. Von da an fragt EssCalc beim Anmelden nach diesem Code — nach dem zweiten Schlüssel, den nur euer Telefon kennt.

Verliert ihr das Telefon, helfen Wiederherstellungscodes. Ihr bekommt sie bei der Einrichtung, speichert sie einmal weg, und jeder zählt genau einmal. Für normale Nutzer bleibt das alles freiwillig. Wer Inhalte moderiert oder verwaltet, muss den zweiten Faktor einschalten — dort steht mehr auf dem Spiel. Und noch ein Gruß ans letzte Thema: Kopiert ihr die Wiederherstellungscodes, sagt eine Vorlese-Software jetzt „Kopiert!" mit an.

2FA-Einrichtung: QR-Code mit der Authenticator-App scannen und mit dem Code bestätigen


Schlagworte schaffen Ordnung

Je mehr Lebensmittel und Rezepte zusammenkommen, desto mühsamer wird das Stöbern. Eine lange, ungeordnete Liste hilft niemandem, der etwas Vegetarisches oder Proteinreiches sucht.

Darum vergebt ihr jetzt Schlagworte. Ihr hängt einem Lebensmittel oder Rezept ein Tag an — aus einem gemeinsamen Vorrat oder als eigenes Stichwort. Passt ein Tag gut, gebt ihr ihm einen Daumen hoch; passt es schlecht, einen Daumen runter. Gut bewertete Tags rücken nach oben, schlechte nach unten. Niemand muss jedes einzeln freigeben.

Den größten Nutzen bringt die Suche. In der Lebensmittel-Liste und in der Rezept-Galerie klickt ihr Tags jetzt als Filter an, zusammen mit der Textsuche. Wählt ihr „vegan" und „proteinreich", bleibt nur, worauf beides zutrifft. Ladet ihr die Seite neu, bleibt der Filter stehen. Setzt ihr ein Lesezeichen, findet ihr eure Suche wieder.

Tag-Filter in der Rezept-Galerie


Makros ohne Taschenrechner

Ein Nährstoffziel anzulegen hieß bisher: Kalorien eintragen, dann selbst rechnen. Wie viel Eiweiß? Wie viel Fett? Wer das nicht beruflich macht, steht gleich am Anfang vor einer Hürde.

Vom nächsten Release an rechnet EssCalc für euch. Tippt ihr im Ziel-Formular eine Kalorienzahl ein, erscheint darunter ein Vorschlag — nach den Werten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Für 2000 Kalorien lautet er: „75 g Eiweiß · 67 g Fett · 275 g Kohlenhydrate · ≤ 50 g Zucker · ≥ 30 g Ballaststoffe · ≤ 6 g Salz". Ein Klick auf „Übernehmen" trägt die Werte ein, aber nur in leere Felder. Habt ihr euer Eiweißziel schon gesetzt, bleibt es stehen. Ändert ihr die Kalorien, rechnet der Vorschlag sofort neu. Woher die Zahlen stammen, steht direkt darunter.

DGE-Makrovorschlag im Nährstoffziel-Formular


Die Suche versteckt nichts mehr — und der Barcode hilft

Zwei kleine Ärgernisse habe ich gleich mit erledigt. Das erste: Die Suche hat Treffer in anderen Sprachen versteckt, sobald eine Sprache eingestellt war. Ihr habt gesucht — und nichts kam, obwohl der Eintrag existierte. Jetzt zeigt die Suche alles und schiebt nur eure Sprache nach oben. Den Länder-Filter habe ich ganz gestrichen; er hat bei Lebensmitteln nie etwas gebracht.

Das zweite kennt jeder, der sich durch sieben fast gleiche Nutella-Einträge geklickt hat. In der Tagebuch-Suche steht jetzt der Barcode neben dem Hersteller — wenn es einen gibt. So erkennt ihr die richtige Sorte sofort, statt zu raten. Fehlt der Barcode, bleibt die Zeile wie vorher.


Rezepte entdecken, auch ohne Konto

Die Rezept-Übersicht lag hinter der Anmeldung. Wer EssCalc nicht kannte, fand auch über eine Suchmaschine nichts. Für eine Plattform, die wachsen will, ergibt das keinen Sinn.

Jetzt ist die Seite mit allen freigegebenen Rezepten offen. Gäste sehen eine Galerie aus Karten, und Suchmaschinen finden darüber die einzelnen Rezepte. Die Startseite für Gäste verlinkt sie mit dem Knopf „Rezepte entdecken". Eure Verwaltungsansicht ist nicht weg — sie ist auf eine eigene Seite gezogen, die weiterhin nur euch gehört.

Öffentliche Rezept-Galerie


Darüber hinaus

Die Profilseite habe ich nebenbei aufgeräumt. Account, Persönliches und Funktionen stehen jetzt getrennt, und ihr ändert alles direkt auf der Seite — auch das Passwort. Dazu kommen: ein voller Daten-Export auf Knopfdruck, eigene Fehlerseiten im EssCalc-Look, ein Sicherheits-Update der Grundbausteine und viele Aufräumarbeiten im Verborgenen. Sehen werdet ihr sie nicht. Spüren schon: Die App läuft schneller und stabiler.


Wie immer

Feedback, Fehler, Ideen — alles gerne an service@esscalc.de. Wer noch keinen Zugang hat, trägt sich in die Warteliste ein oder fragt dort nach einem Einladungscode.